Mein Erstkontakt mit einem Walimex FishEye-Objektiv (Fotos inside)

Rummelplatz (Photo by Ralf Höfling)

Rummelplatz (Photo by Ralf Höfling)

Ich habe das Glück gehabt, ein Walimex Pro FishEye-Objektiv (8mm Brennweite) bekommen zu können (danke Ralf!) und habe am Wochenende einen Ausflug unternommen, auf welchem ich die Linse als einziges Objektiv im Einsatz hatte. Dies beschränkt zwar sehr in der Wahl der Motive, in der Art der Aufnahmen und generell habe ich gerne etwas mehr Flexibilität, aber der Ausflug an sich stand im Vordergrund und nicht die Fotos. So habe ich außerdem sehr genau gemerkt, was man mit diesem Objektiv gut machen kann und was nicht. Doch dazu später mehr.

Ich war auf der Suche nach etwas weitwinkligem, als mir dämmerte, dass ich mit meinem Sigma 18-200er Objektiv mit der Anfangsbrennweite von 18mm schon fast im Weitwinkelbereich bin. Auf der Liste standen ein Tokina 11-16mm oder das Canon 10-22mm. Beide sind aber derzeit für mich nicht drin und so fiel mein Blick eben auf das besagte Walimex. So Foto’s wie das Artikelbild vom Ralf wollte ich damit auch machen können. Ebenso für Landschaftsfotografie, wie Ralf sie in diesem Bild zeigt, sollte diese Linse her.

Landschaft (Photo by Ralf Höfling)

Landschaft (Photo by Ralf Höfling)

Zum Objektiv selbst gibt es nicht viel zu sagen. Es ist komplett manuell, hat also keinen Autofokus und auch die Blende muss an einem extra Ring am Objektiv eingestellt werden. Um bestimmte Dinge im Sichtfeld scharf zu bekommen gibt es einen Entfernungsring. Mit diesem Stellt man die Schärfe-Ebene über die Entfernung ein. Das heisst, wollt ihr das Objekt in 30 cm Entfernung scharf haben, stellt ihr diese Entfernung am Ring ein und es wird Scharf. Durch den Sucher sieht man das leider nicht, am PC beim Entwickeln aber schon. So lernt ihr das Schätzen von Entfernungen aber auch sehr gut 😉 So richtig scharf und mit wirklich guter Abbildungsleistung wird das Walimex Pro FishEye erst ab Blende 8, so das ihr entweder sehr lang belichten oder in sehr hellen Situationen fotografieren müsst. Für ersteres gibt es Stative, stellt also kein Problem dar. Alle Bilder die ihr hier von mir im Artikel sehr, sind bei Blende 8 frei Hand aufgenommen worden.

Am letzten Wochenende habe ich die Linse mit auf Tour genommen, als einziges Objektiv. Es stand der Ausflug im Vordergrund, nicht die Fotos, weswegen ich nur eine Linse mitgenommen habe und nach Herzenslust herumspielen konnte. Zwei Dinge habe ich dabei Festgestellt. Zum einen ist das FishEye nur bedingt tauglich für Familienfotos. Mit entsprechenden Posen und Aufstellungen sieht zwar mal ein Foto, oder auch zwei, richtig gut aus. Für emotionslose “Wir-stizen-auf-ner-Festbank”-Fotos ist es eher nicht zu gebrauchen (Blöderweise will man in meiner Verwandschaft eher genau solche Bilder :-/ ). Man kann natürlich beeindruckende Fotos von emotionsgeladenen Situationen machen. So zum Beispiel wenn der Spaßvogel der Familie den letzten neusten anzüglichen Witz erzählt und sich alle lachend auf die Schenkel klopfen. Zum anderen ist das FishEye prädestiniert für Architektur-Fotos und Indoor-Shots. So ein tolles Indoor-HDR-FishEye Foto wie dem Bruno Hautzenberger ist mir mangels Stativ zwar nicht möglich gewesen, aber ich hab euch dennoch ein paar gelungene Schüsse mitgebracht. Seht selbst:

Mein allererstes FishEye

Mein allererstes FishEye

höhere Auflösung

Quak Quak!

Quak Quak!


höhere Auflösung

a sacred shot

a sacred shot

höhere Auflösung

Kloster  Banz

Kloster Banz

höhere Auflösung

Ihr seht also, mit dieser Linse ist einiges machbar und das mit einem Preis im unteren Segment, was Objektive betrifft. Schwachstellen habe ich natürlich auch entdeckt. Zum einen vignettiert das Objektiv manchmal recht heftig, zum anderen hat man oft chromatische Abberationen, welche man mittels Objektivkorrektur in Lightroom bekämpfen kann. Ich habe aber vor mit dieser tollen kleinen Linse noch viel mehr zu probieren. Langzeitbelichtungen und HDR stehen dabei an. Die oben gezeigten Bilder sind alle in Lightroom entwickelt, lediglich beim letzten habe ich einen störenden Ast mit Photoshop entfernt. Was sagt ihr?

Veröffentlicht von

Gründer und Zeugwart bei www.blendstufe.de - Gegenlichtliebe, Available Light Fetischist

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