Manche Bücher muss man selber kaufen [Werbung]

Was macht man, wenn man krank im Bett liegt? Wenn einem Geräusche und Helligkeit einfach nur weh tun? Wenn man nicht vor Langeweile sterben möchte, liest man eben ein gutes Buch. Oder aber man hört sich ein gutes Hörbuch recht leise an. Ganz selten bekommt man sogar die Chance, beides gleichzeitig zu tun. So möchte ich euch heute hier eine Kaufempfehlung geben, die ihr nicht bereuen werdet!

Wer diesen Blog hier schon eine Weile verfolgt, der hat in der Vergangenheit immer mal wieder mitbekommen, dass ich den Kollegen Patrick Ludolph nicht nur sehr schätze, sondern ihn auch immer wieder Empfehle. Das liegt natürlich ausschließlich daran, dass die Trainings von Paddy einfach große Klasse, unaufgeregt, nordisch nüchtern und von A bis Z informativ sind.

Manche Bücher muss man selber kaufen

Bisher hatte ich dabei aber immer das Glück, dass mir der geschätzte Kollege diese Trainings immer gratis zur Verfügung gestellt hatte. Doch als Paddy vor wenigen Wochen sein neues Buch samt Hörbuch mit oben zu sehendem Cover für die Vorbestellung frei gegeben hat, habe ich zugeschlagen. Blind. Ich habe weder eine Hörprobe aus dem Hörbuch genossen, noch recherchiert worum es eigentlich geht. Warum?

Schlicht und einfach gesagt ist Paddy einer, bei dem man noch nie etwas falsch gemacht hat. Noch nie habe ich auch nur irgendeine Empfehlung für seine Produkte bereut und hätte ich sie nicht so bekommen, ich hätte sie gekauft. So wie eben sein neustes Werk “Manche Fehler muss man selber machen”.

Was erwartet den Käufer

Paddy selbst beschreibt sein Buch mit einem einzigen Untertitel: “Wie ich Menschen fotografiere” – doch in diesem Buch steckt so unendlich viel mehr. Jede Seite, die ich aufgeschlagen habe ließ mich spätestens nach dem ersten Absatz heftig mit dem Kopf nicken und leise murmeln “Genau so ist es, verdammt noch mal!” Denn neben ausführlichen Beschreibungen der Entstehung seiner Foto oder Entstehungsgeschichten seiner besten Fotos gibt euch Patrick Ludolph eine Art Sammelsurium der fotografischen Weisheiten mit auf den Weg, die man sich eigentlich selbst erarbeiten muss. Und er empfiehlt selbiges auch mit Nachdruck!

Kopfnicken, Lachen, Kopfnicken

Der Fotograf macht das Foto, aber eben nicht alleine” – Wie oft habe ich Diskussionen unter Fotografen und Stammtischbesuchern erlebt. Die einen schwärmen von Technik, die andere von Kunst und Poesie im Foto und eine dritte Partei schwärmt nur vom Licht. Paddy geht mit mir konform: die richtige Mischung macht es. Eine geile Kamera macht kein gutes Foto, ein guter Fotograf beherrscht auch die Technik und um tolles Licht zu sehen und einfangen zu können braucht es Skill, Tech und Poesie.

Regeln muss man erst lernen bevor man sie bricht” – Auch bei diesem Zitat fühlte ich mich auf unzählige Fotografen-Podiumsdiskussionen zurückversetzt. Wieder drei Parteien. Fotografen die Streng nach den ungeschriebenen und geschriebenen Regeln der Fotografie arbeiten und eben keine Hände abschneiden oder unscharfe Bilder akzeptieren. Dann die, denen alles egal ist, Schnitt, Bildaufteilung, Schärfe und vieles mehr und die so sämtliche Regeln brechen um einfach einen Moment einzufangen und zu transportieren. Die dritte Partei waren die, welchen alles egal ist und die einfach nur Spaß am Fotografieren haben. Wie auch ich kommt Paddy im Buch zu dem Schluß, dass man erst besagte Regeln kennen und beherrschen sollte, bevor man sie mit Erfolg brechen kann. Klar geht das auch anders, aber ob das Ergebnis dann jemand sehen möchte ist ungewiss.

Wie ihr also merkt ist dieses Buch nicht nur Bebildert mit tollen Fotos und den genauen Einstellungen, sondern auch mit den Do’s und Dont’s versehen, welche diese Fotos so einzigartig und gut machen. Eine Art “Foto-Rezeptbuch mit Philosophie” dazu. Und ich bin restlos begeistert von der ersten bis zur letzten Seite!

Auf die Ohren

Im Idealfall stelle ich mir vor, dass ihr euch mit Kopfhörern auf den Ohren und meinem Buch auf dem Schoß vor ein prasselndes Kaminfeuer setzt und dabei einen guten Whiskey genießt” – Wer im Shop von Paddy 3 €uro mehr als für die Standard-Ausgabe des Buches ausgibt, bekommt eine Hörbuch-Ausgabe obendrauf. Ich hatte mich wirklich gefragt wie das funktionieren soll, aber Paddy hat wie auch in seinen Tutorials einfach genau die richtige, ruhige, angenehm warme und eingehende Stimme um einen sogar ein Fotobuch aufs Ohr zu geben. Ich würde mir sogar wünschen, man würde Paddy bei audible.de einen Sprecher-Job geben, denn diese Stimme kann ich mir sehr gut auch bei einem Krimi oder einem Fantasy-Epos vorstellen. Doch genug von meinem Fanboy-Gesabbel 😀 kommen wir zum Fazit.

 

Dieses Buch ist kein Fehler

Ich habe schon viele Fotobücher gekauft. Darunter Ripke, Sorrenti oder Jana Mänz. Ich finde die zwar alle ganz gut, in Sorrentis Fall natürlich sogar außergewöhnlich, aber müsste ich mich für eines entscheidenm so wäre es “Manche Fehler muss man selber machen”. Nicht zuletzt deswegen weil ich die beschriebenen Fehler schon selbst gemacht habe. Daraus ist auch meine “5 Dinge…” Serie hervorgegangen.

Wenn ihr euch bei einem Fotografen bedanken wollt oder wenn ihr ein Fotobuch besitzen wollt dass ihr immer und immer wieder zur Hand nehmen werdet und das zu gleichen Teilen für Entertainment und als Leitfaden, so sollte es genau dieses Buch sein.

 

Danke Paddy!

Veröffentlicht von

Gründer und Zeugwart bei www.blendstufe.de - Gegenlichtliebe, Available Light Fetischist