Good bye Lightroom!

Hier ist er, der von euch sehnsüchtig erwartete Artikel zu meinem Umstieg von Adobe Lightroom zu PhaseOne Capture One Pro. Ihr habt ein wenig warten müssen, und das aus zweierlei Gründen. Zum einen war familiär ein wenig was los bei uns und wir durften einen neuen Erdenbürger auf der Welt begrüßen, den zweiten Grund erörtere ich euch im Text näher.

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Beginnen wir wie immer ganz vorn. Ich habe bei Kollege Paddy und seinem Talk mit Tomaso Baldesarini (Genau: im Teil drei) zum ersten Mal Capture One im Gebrauch gesehen. Davor kannte ich die Software zwar, habe mir aber immer gedacht: Brauch ich nicht, hab ja Lightroom.

Doch bei Tomaso habe ich gesehen, wie unglaublich viel Tiefe er in wenigen Handgriffen aus einem zugegeben ohnehinschon großartigen Portrait geholt hat. Das und die schon im Video erkennbar guten Algorithmen haben in mir zumindest den Reiz zum Testen ausgelöst. Doch seht einmal selbst:

Das große Chaos

Software runterladen, installieren, mal ne SD-Karte einlesen, das alles ist schnell gemacht. Doch dann stand ich erstmal vor einem Chaos. In Lightroom kenne ich mich gut aus, habe schon ein paar Presets für mich gebaut und bin darin relativ schnell. Capture One ist für mich jedoch eine der unintuitivsten Produkte die ich je gesehen hab. Hochanpassbar, aber für den Einsteiger schnell überfordernd. Gott sei Dank bietet PhaseOne auf Youtube eine eigene Masterclass mit guten Tipps und Tricks an.

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Hat man erstmal seinen Arbeitsplatz eingerichtet und ansatzweise so etwas wie einen Workflow entwickelt, läuft die Liebe zu Capture One schon gut auf Touren. Für Sony Nutzer gibt es die Pro Version schon recht günstig und so kommt man damit sogar in den Genuss des Tethered Shoot. Geschossen, bearbeitet, gestaunt. Capture One ist eine Intelligenzbestie und besitzt besonders beim Schärfen, Hauttönen und generell in den Farben eindeutige Vorteile gegenüber Lightroom. Um das zu verdeutlichen zeige ich euch einen direkten Vergleich.

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Beide Bilder wurden, so weit es mir irgendwie möglich war im RAW-Konverter entwickelt. In Photoshop wurde bei beiden in etwa das gleiche gemacht. Bis auf einen wichtigen Punkt. Bei der Lightroom-Entwicklung musste ich mittels Frequenztrennung die Hauttöne angleichen, bei Capture One kann ich das direkt.

Zeit investieren und Gewinnen

Nach einiger “Spielzeit” stand ich dann vor folgender Rechnung. Mit Lightroom war ich schnell und effektiv, jedoch sind die Ergebnisse im Vergleich zu Capture One unterlegen. Capture One kostet mich effektiv deutlich mehr Zeit, eine deutlich größere Lernkurve und viel “ausprobieren”. Auch meine bereits fertigen Looks habe ich noch nicht zu Capture One rüber bekommen und ich werde sie wohl erneut nachbauen müssen.

Andererseits sind die Capture One Ergebnisse um so überzeugender. Was alleine der Homogenitäts-Regler im Farbeditor mit Hauttönen anstellen kann ohne das ganze Bild kaputt zu machen ist schlichtweg beeindruckend.

Good bye Lightroom

Alles in allem hat mich Capture One Pro soweit überzeugt, dass ich ab sofort auf Lightroom verzichten werde. Lediglich für Events mit vielen Bildern, wie Taufen oder Hochzeiten oder ähnlichem werde ich eventuell noch darauf zurückgreifen. Um mir den weiteren Weg dafür zu ebnen habe ich mir das Praxis-Training vom Rheinwerk-Verlag und den Guide mit “Zielgruppe Umsteiger” von Sascha Erni zukommen lassen. Beides werde ich natürlich für euch rezensieren und es werden sicher noch weitere Artikel zum Umstieg folgen. Das selbiger auf jeden Fall ein guter Weg für mich ist, zeigt auch die Tatsache, dass schon mein erstes Bild daraus unter den VIEW Bildern des Tages landete.

Veröffentlicht von

Gründer und Zeugwart bei www.blendstufe.de - Gegenlichtliebe, Available Light Fetischist

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