Von Berry Whitemantel, der Gentlemans Couch und dem Vogue Light

Endlich kann ich euch wieder von einem fantastischen Erlebnis berichten und euch virtuell zu einem Event mitnehmen, den ich besucht habe. Event ist da vielleicht eine Spur zu viel gesagt, denn ich war eigentlich nur zu einem Einzelcoaching, bei Dennis Weissmantel.

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Ziel dieses Coachings, war das Erlernen von Outdoor Gegenlicht-Shots, Street-Style Portraits, und ein paar Dessous-Portraits auf der Gentlemans Couch. Auch in Richtung Modell-Führung, simple Studiolichtsetups und Nachbearbeitung wollte ich etwas von Dennis lernen, dessen Portraits und dessen Style mir richtig gut gefallen. Das scheint aber nicht nur mir so zu gehen, denn regelmäßig hat der gute Dennis klasse Modelle zu Gast, wie etwa Martin Schenk oder die Frau Pfau. Das ganze fand also in Mainz, vor und in Dennis Studio statt und was ich dort zu lernen bekam, war nicht nur richtig nützlich sondern hat mich manchmal schon ganz schön beeindruckt. Insbesondere in der Modell-Führung ist Dennis eine echt coole Socke. Dennis schafft es aus dem Nichts heraus, ein Modell weg von der stressigen Autofahrt hin zu einem entspannten Gesicht und einem relaxten Feeling zu bringen. Dazu flüstert er. Er spricht mit dem Modell in einer tiefen, sonoren Stimme und schafft es mit dem was er sagt, das Modell geistig weg vom Shooting, hin in ihre innere Wellness-Oase zu schicken. Dann löst er aus. Es hatte was von Berry White, der seine Liebesschwüre in ein Mikrofon säuselt. Ich hoffe ihr verzeiht mir das schlechte Wortspiel in der Headline, aber anders kann ich es nicht ausdrücken. Das traut man dem allzeit scherzenden, manchmal auch recht derbe scherzenden Dennis so gar nicht zu. Zudem, das er sich als Modell-Flüsterer verdingt, bringt er seine Modelle zur Lockerung auch gerne in Bewegung und schafft so natürlich wirkende Posen. Das zu sehen und zu lernen hat mir richtig viel gebracht.

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Outdoor Avialable Light ist meine Lieblingsdisziplin in der Portraitfotografie. Nah am Modell, mit richtig schickem Gegenlicht, oder Mitlicht, dazu eine stark strukturierte Location im Hintergrund, das ist die Art Fotos die ich mag. Dennis hat mir hier den Blick für niedrige Brennweiten geöffnet. 35mm (bei mir 28mm) taugen durchaus zum Portrait-Shoot, wenn man einige Dinge beachtet, wie etwa den Abstand zum Modell um Alf-Nasen zu vermeiden.

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Weiter ging es dann im Studio, wo wir zum Dessous-Shoot auf die „Gentlemans Couch“ abgebogen sind. Normalerweise ist Dessous, Akt, Teilakt nicht mein Feld. Wenn man aber mit „Ottonormalkunden“ Geld verdienen möchte, dann sollte man wohl auch dieses Feld zumindest mal probiert haben und wissen, worauf es ankommt. Die gute Kyra war dabei (natürlich auch Dank Berry Weissmantel) sehr locker und ich habe sofort gemerkt, wie wenig Ahnung ich davon habe. Die richtigen Blickwinkel finden, die Haltung des Modells sinnlich und spannend zu gleich gestalten und dann noch die richtige Lichtstimmung mitnehmen, dass alles ist für den Fotografen zeitgleich nicht ganz einfach. Ich habe dabei auch festgestellt, dass mir das Fotografieren draußen, mit Sonne und Natur deutlich besser gefällt und wesentlich mehr Spaß macht.

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Den Abschluss dieses Tages bildete ein Ausflug in die Studio Fotografie mit Lichttechnik und einem relativ einfach aufzubauenden Licht-Setup. Das so genannte Vogue-Light, welches seinen Namen von der gleichnamigen Zeitung und ihren Cover-Fotos erhalten hat, besteht aus einem einfachen Blitz, knapp über der Objektivachse auf das Modell gerichtet, mit einem relativ harten Lichtformer mit engem Kegel dran. Wichtig hierbei sind dann Posen, die Spannung bieten, Winkel und Linien bilden und so den Betrachter „unterhalten“. Diese Bilder werden nicht nur in Farbe richtig gut, sondern kommen aufgrund der knallharten Schatten auch in Schwarz/Weiss richtig gut! Dieses Setup hat mir richtig Spaß gemacht und das werde ich auch gern wieder Versuchen.

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Auch beim Thema Retusche und Nachbearbeitung habe ich von Dennis einige Tricks und Kniffe gelernt, wie zum Beispiel das Abpudern der haut in Photoshop, und ich habe gemerkt, dass besonders bei blitzsauberen, detailreichen Setups wie dem Vogue-Light auch die Retusche sehr präzise sein muss 😛

Abschließend bleibt mir nur noch folgende Worte. Zum einen empfehle ich euch, unbedingt ein Coaching beim Dennis zu buchen. Des weiteren sei hier auch unbedingt die liebe Ute Kynast von Kreativquadrat recht herzlich bedankt, denn sie hat mit tollem Make-Up und Frisur einen maßgeblichen Anteil am Erfolg des Coachings gehabt. Ein weiterer Dank geht natürlich auch an Kyra, für ihre Mitarbeit und Geduld. ich habe echt viel über die Fotografie und über mich selbst gelernt.

Dennis Weissmantel @Work

Dennis Weissmantel @Work

Veröffentlicht von

Gründer und Zeugwart bei www.blendstufe.de – Gegenlichtliebe, Available Light Fetischist