Saal Digital Echtfotobuch im Test – Die Software

Fotobücher sind ein Segen der modernen Zivilisation. Zumindest solange wie man nicht gezwungen wird, das Paint-gebastelte 580-Seiten Fotobuch von Tante Irene’s letztem Ausflug in ihren Schrebergarten anzusehen. Viele von euch aber wenden unzählige Stunden auf um wirkliche Kleinode an kunstvoller Bildpräsentation zu erschaffen.

Saal Digital Fotosoftware

Saal Digital Fotosoftware


Dafür stehen einem viele Anbieter zur Verfügung. Durch bestellte Drucke kenne ich die Qualität von Saal Digital sehr gut und bin damit sehr zufrieden (Danke übrigens an Sven, welcher mir diesen Fotoservice damals empfahl). Die Kollegen von Saal Digital haben es mir ermöglicht, eines ihrer besten Produkte zu testen. Mit dem Echtfotobuch soll dem geneigten Anwender ein Maximum an Foto-Qualität in einer ansprechenden Verpackung zur Verfügung stehen. Mit der Software von Saal könnt ihr euer Fotobuch von vorne bis hinten durchkonfigurieren. Auch ich habe das einmal getan und möchte euch hier einen kleinen Eindruck davon vermitteln, bevor wir im nächsten Test die Fotoqualität beurteilen.

Die Software kommt mit einem OneClick-Installer und schlägt auf eurer Festplatte mit rund 35MB zu Buche. Einmal geöffnet erwartet euch der Start-Assistent, welcher euch hilft das richtige Produkt mit den von euch gewünschten Eigenschaften zu finden und zu gestalten. Gut dabei ist, dass die Software vor Auswahl des Produktes schon Preise zeigt und man so ungefähr weiß, wo man preislich ankommt. Wie bei vielen anderen Fotobuch-Designern habt ihr die Möglichkeit vom Fotolayout über die Hintergründe bis zum Textlayout alles selbst zu designen, oder das Fotobuch automatisch befüllen zu lassen.
Störend für mich war dabei die Limitierung des Dateiauswahlfensters. Dieses ist in der Breite nicht veränderbar. Man kann es lediglich ganz einklappen, aber nicht vergrößern, was mich ein wenig stört. Sinnvoller wäre ein variables Fenster gewesen, das würde die Auswahl der Bilder um einiges erleichtern.

Der Fotodesigner

Der Fotodesigner

Gott sei dank habe ich zwei Monitore, so habe ich auf der rechten Seite einfach meine Fotodateien im Explorer betrachtet und die gewählten Fotos dann im Fotodesigner rausgesucht und eingefügt. Via Drag and Drop habe ich nun Stück für Stück mein Echtfotobuch betankt und habe mich für ein Cover in Matt und Bildseiten in Hochglanz entschieden. Einmal angefangen mit der Gestaltung merkt man, dass es viel schwerer ist, Fotos sinnvoll zusammen zu stellen und einen passenden Hintergrund zu wählen, als gedacht. Da ich kein spezielles Thema für das Buch habe, wollte ich es kurzer Hand einfach „Streifzüge“ taufen und einen Querschnitt durch meine Bilder einfügen. Die Software erlaubt neben diversen Filtern und Effekten auch ein paar Anpassungen im Format, sowie eine Auswahl an einsetzbaren Cliparts, sofern man diese wirklich auf seine DSLR-Fotos knallen will 😉

Ist man durch mit der Gestaltung des Buches, wird es geprüft, eventuelle Probleme behoben und es geht an den Bestellvorgang. Dieser geht unkompliziert von der Hand, ein Versand an eine Packstation ist möglich und Gutscheine können auch innerhalb dieser Software eingelöst werden. Der Standardversand betrug bei mir 3,85€, mit Expressversand wäre ich bei 14,95€. Alternativ zum Direktupload aus der Software heraus könnt ihr auch einen PDF-Export starten und auf der Website von Saal uploaden, oder einen Ordner ausgeben lassen welchen ihr dann via CD, Mail oder ähnlichen Datenträgern einschicken könnt.

Bestellvorgang

Bestellvorgang

Ich habe den Komfort-Upload direkt aus der Software gewählt und dieser dauerte ungefähr 5 Minuten. Wie die Qualität des Fotobuches ist, bringe ich euch im nächsten Beitrag näher. Zusammengefasst kann ich aber sagen, dass die Gestaltung des Saal Digital Echtofotbuches einfach von der Hand ging und relativ unkompliziert war. Einziges Manko war der aberwitzig kleine Dateibrowser, mit dem ich nicht wirklich arbeiten konnte. Ich habe noch nie ein Fotobuch selbst designed und gestaltet und freue mich daher auf das Ergebnis. Insgesamt hat das Fotobuch nun 24,95€ gekostet, kein schlechter Preis für ein Fotobuch mit 26 Seiten und Cover.

Veröffentlicht von

Gründer und Zeugwart bei www.blendstufe.de - Gegenlichtliebe, Available Light Fetischist

  • Marie

    ….Zum Glück bietet Saal aber asuch die Möglichkeit, statt der gestellten Software die Bücher mit Photoshop und enstprechendem Plugin selkbst zu gestalten, da das Unternehmen auch PDF Dateien entgegen nimmt, dazu findet man auch sehr gute Gestaltungstipps hier: http://www.fotobuchmagazin.de/profitipps-zur-fotobuchgestaltung.html – kapitelweise wird zum Beispiel die Bildanordnung und Möglichkeiten aufgezeigt. Du schreibst ja schon treffend, dass es mitunter gar nicht so einfach ist, passende Hintergründe zu wählen oder die Fotos gut anzuordnen. Mit Programmen wie InDesign oder Photoshop kann man relativ frei sein Buch gestalten. Die Software bei Saal Digital gefällt mir nicht so gut und empfinde sie als sehr einschränkend, dafür ist das leporellogebundene Buch wie man ja auch in eurem Testbericht lesen kann, der Hammer.

    • Benno

      Hallo Marie,

      ja das Buch ist wirklich jeden Cent wert, aber du hast Recht, die Software ist eher dürftig. Danke für deinen Hinweis, ich seh mir das mal an.