Mit neuen Regeln alte Regeln brechen

„Regeln sind dazu da um gebrochen zu werden“ – Ich stecke mal nen Fünfer ins Phrasenschwein und dennoch ist dieses geflügelte Wort kein Blödsinn. Während viele Fotografen mittlerweile auf fotografische Anarchie schwören, die althergebrachten Regeln für den Bildaufbau und die No-Go’s alter Tage einfach komplett über Bord werfen, gibt es auch ein paar Kollegen, welche man quasi also Reformatoren bezeichnen könnte. Einer dieser Fotografen ist James Allen Stewart.

Foto: James Allen Stewart

Foto: James Allen Stewart

Beim Einstieg in die Fotografie wird vielen Jungfotografen immer wieder die Wichtigkeit des Bildaufbaus eingetrichtert. Oftmals verstehen diese nicht mal den Grund dafür und oftmals fehlen ihnen auch die Mittel zur richtigen Bildgestaltung. Der goldene Schnitt, die Drittel-Regel, Linienführung und goldene Spirale sind harte Basics, die aus alten Tagen der Fotografie stammten und bis heute auch als harte Basics an die technischen Nachkommen weiter gegeben werden. Sieht man mal von den „Anarchie-Fotografen“ ab, denen jede Regel von Grund auf egal ist, gibt es aber noch einen anderen Weg. Einen Mittelweg, ein Kompromiss zwischen Chaos und altem Dogma. James Allen Stewart ist einer der Reformer, die seinen Jüngern diesen Mittelweg aufzeigen und den alten Gesetzmäßigkeiten der Bildgestaltung einen neuen und in meinen Augen auch nötigen Anstrich verpassen. Denn Geschmack ändert sich, Empfinden für Ästhetik ändert sich und so ist es nur richtig dass man auch in der Fotografie neue Gesetzmäßigkeiten einbringt. Was James euch zu sagen hat? Das:

Für mich ist das genau richtig. Ich pfeiffe mitunter auch auf Regeln wie „man schneidet keine Hände an“ oder „niemals durch die Stirn croppen“ oder ähnliches. Aber ich bin ein Spießer und für mich funktionieren Dinge meist nur dann, wenn sie klaren Gesetzen folgen. In diesem Fall empfinde ich die neueren Herangehensweisen an den Bildaufbau und die Bildgestaltung als richtig und gut und schaut man sich James Bilder an, dann merkt man, dass sie einfach funktionieren. Sie bannen und laden zum verweilen ein. Genau das will man. Wie seht ihr das?

Last but not least: gönnt euch einen Blick auf seine Website mit vielen Artikeln die lesenswert sind!

Veröffentlicht von

Gründer und Zeugwart bei www.blendstufe.de - Gegenlichtliebe, Available Light Fetischist

  • Internesanter Kerl, werde seine Seite mal „durchscannen“.
    Bis jetzt habe ich gar nicht über die Möglichkeit nachgedacht ein Bild zu spiegeln. Gleich mal ausprobieren