gefühlte 74 Kölsch

Zwei Mal im Jahr gibt es einen Event, den ich mir nicht entgehen lassen, wenn ich nur irgendwie kann. Die 1und1 Hardware-Loung oder auch kurz #1und1HWL fand letzte Woche wieder statt und ich hatte die Chance zum zweiten Mal dabei zu sein. Hier kommt ein Gedächtnisbericht.

Die #1und1HWL fand diesmal in Köln statt und wie auch beim letzten Mal stand nicht nur Futtern und Feiern auf dem Plan, sondern auch ein paar schicke Stücke Hardware. Die anwesenden (vorwiegend Tech-)Blogger durften sich diesmal das Huawei P9 Lite und das Huawei Band (Bo) ansehen und natürlich bei den Kollegen von 1und1 und Huawei Fragen stellen, die auf der Seele brannten.

Foto: Salomé Weber (1und1)

Foto: Salomé Weber (1und1)

Natürlich begann das Ganze auch hier in einem freundschaftlichen, lockeren Rahmen, mit Haribo-Schnucktüten, Käffchen und Gebäck. Wenngleich ich Marcel D’Avis etwas vermisst habe und auch der Huawei Spezialist für das P9 Lite am Eventtag verschütt gegangen ist, war die Präsentation interessant und ich werde mir das Gerät jeden Fall näher ansehen. Natürlich mit Hauptaugenmerk auf die Kamera. Die Präsentation endete im Tauschgeschäft („Ich hab weiss, hat jemand Gold?“ – „Nö! Gold is best!“) und in richtig guten Gesprächen mit Menschen, die man eigentlich viel öfter Face to Face sehen wollte.

Foto: Salomé Weber (1und1)

Foto: Salomé Weber (1und1)

Futtern und Feiern

Zu eben jenen Menschen gehören unter anderem Gilly,Frank und Charles , welcher erst später zur Truppe dazu gestoßen ist, aber für mich ein richtig guter Freund ist. Vom Konferenzraum im wirklich schönen, gemütlichen und sauberen Hotel „et cetera“ ging es dann direkt mit der ganzen Meute zum Burger futtern ins „the bird“ – ein Burgerladen den ich noch aus Berlin in gutem Gedächtnis hatte. Auch in Köln hat dieses Lokal nicht enttäuscht. Biersorten für jeden Geschmack, leckere Weine und, wie sollte es anders sein, fantastisch gute Burger und Steaks garniert mit freundlichem Service und netter Bedienung.

Apropos Bier. Ich habe mich bisher immer vor Kölsch gedrückt und natürlich auch den üblichen Scherzen gefröhnt. Kölsch – oder wie wir in Bayern sagen, Luftbefeuchter, wurde mir immer als eher wässrige und eher geschmacklose Brühe beschrieben, außer von den Kölnern. Ob sich das bewahrheitet hat oder nicht, berichte ich zu einem späteren Zeitpunkt noch. Doch so viel sei gesagt, es war an diesem Abend nicht mein letztes Kölsch.

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Lange verweilt wurde nach dem Essen im „the bird“ nicht, denn, wie es Tradition auf der #1und1HWL ist, es wartete eine Band mit einem Exklusiv-Konzert auf uns. Der Hauptact der heurigen Veranstaltung war die Alex Mofa Gang. Die Jungs aus Berlin wurden extra für uns eingeflogen und lieferten eine richtig geile Live-Show im King Georg Club ab!

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Der Club, an sich mehr Bar als Tanzfläche, war die perfekte Kulisse für die Gang. In geselliger Athmosphäre mit ein paar schönen Zoten der Musiker ging es so in die Nacht und wenngleich der Musikstil der Gang, eine Art gewollter Punk, welcher aber als Pop im Ohr ankommt, nicht so meins war, gerockt haben die fünf Jungs auf jeden Fall.

mofagang

gefühlte 74 Kölsch

Nach dem Konzert ging es für die Meisten zurück ins Hotel, jedoch nicht für mich und ein paar weitere Nachtschwärmer, denen es offensichtlich wohl behagte, mal wieder eine Feiernacht durchzubringen in die „Scheinbar„. In diesen kleinen Laden habe ich mich auf Anhieb verliebt. Nicht wegen der ziemlich puffrot gefärbten Athmosphäre oder der wirklich bequemen Lounge-Bestuhlung.
Sondern wegen dem Personal. Zwei Jungs hinter dem Tresen, einer gibt Getränke aus, der andere legt auf zwei Plattentellern auf engstem Raum geschmeidig Vinyl unter die Nadel und hatte an diesem Abend (und so läuft das da sicher jeden Abend) ein unheimlich geiles Gespür für Musik, Abmische und den Musikgeschmack seiner Gäste. Ein geiler Sound jagte den nächsten und es ging über den original „The Professional„- OST von 1981 zurück in die siebziger,sechziger und Retoure zu AnnenMayKantereit. Ein Auf und Ab der musikalischen Gefühle an diesem Abend, nicht zuletzt verursacht vom tollen Feingespür dieses Plattenjongleurs.

Chapeau!

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Nebenbei habe ich gefühlte 74 Kölsch konsumiert, war natürlich auch ein wenig angeheitert, aber von einem echten Rausch weit entfernt. Kölsch schmeckt, aber Leicht und Locker, wie eben jene Nacht. Ich kann verstehen, dass dieses Getränk bei den eingeborenen hohes Ansehen genießt, denn es schmeckt durchaus wie ein Auszug aus Kölns Nachtleben. Leicht, unverfänglich und gut im Gefühl. Für mich jedoch darfs zum einen deutlich mehr Schlagkraft sein und eben auch deutlich kräftiger im Geschmack.

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Was bleibt ist eine tolle Erinnerung, ein glorreicher Abend, ein „Ich will zurück“-Gefühl und ein Hype um die #1und1HWL der einfach nur berechtigt ist. Ich freue mich jetzt schon auf das nächste Mal und sage hiermit auch DANKE an alle Organisatoren und gute Event-Feen!

Veröffentlicht von

Gründer und Zeugwart bei www.blendstufe.de - Gegenlichtliebe, Available Light Fetischist

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