Fotoserie: Bambi – wenn einfach alles passt

Bei mir fängt im Grunde immer wieder alles mit einer Idee an. Egal ob das ein Foto ist, was ich irgendwo gesehen habe oder ein Wunsch, den mir meine Modelle mitteilen. Es entsteht mit jedem Gespräch ein schärferes Bild. So erging es mir bei meinem „Bambi“. Ich habe ein Bild gesehen, was mich sofort begeistert hat und welches ich für mich interpretieren wollte. So begann es.

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In meinem Fall begann die Idee für ein Foto-Shoot mit einem bestimmten Thema beim stöbern in der Model-Kartei mit diesem Foto. Für mich ist es eines der Besten Bilder die ich bisher in der Model-Kartei überhaupt sah. Für mich (!) zeigt das Bild neben seiner handwerklich eher schlicht gehaltenen Anlage unheimlich viel Emotion. Eine Mischung aus Sehnsucht, Unschuld, Verlangen, Hingabe und Schüchternheit, das alles bringt das Modell im Bild zu mir herüber. Ich habe mir dieses Foto schon öfter angeschaut, als einige meiner eigenen Fotos.

Das Thema

Die dominante Emotion für dieses Foto war für mich Unschuld. Das Modell wirkt unverdorben, unbeschwert und ohne Schuld. Genau das hat mich am Foto so fasziniert, dass ich es interpretieren wollte. Ich wollte es nicht kopieren, sondern mit einem eigenen Modell, mit meiner Art von Licht versehen und mit meiner eigenen Vorstellung der transportierten Emotionen versehen interpretieren und bannen. Also ging ich dafür auf die Suche nach einem geeigneten Modell und am Ende gab es für mich einen klaren Favoriten. Die Jeannie hat zwar auf ihrer Seite fast nur Bilder mit ernsterem Blick, oder Emotionen weit weg von dem, was ich da geplant hatte, aber ich hatte das Gefühl das sie genau die Richtige ist. Ich sollte recht behalten.

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Weiter ging es mit der Suche nach einer Makeup-Artist oder Visagistin, die ohne großes Gerede versteht, wie das Modell am Ende wirken soll und die in der Lage ist das auch umzusetzen. Für mich kam hier sofort ohne große Suche nur eine in Frage, mit der ich bisher auch zusammen gearbeitet habe. Janina versteht ihr Handwerk, versteht mich, wie ihr in diesem Beitrag noch sehen werdet, wohl blind und ruft für ihre Arbeit faire Preise auf. Das sie mich Blind versteht zeigt sich am Endergebnis und dem Fakt, dass wir das Projekt ausschließlich online geplant haben.

Um das Paket abzurunden hatte ich mit Daniel spontan einen richtig guten Assistenten gefunden, der meine Idee ebenfalls sofort assozieren und in seiner Hilf beim Shoot umsetzen konnte. Dazu brachte er auch die nötige gute Laune mit um unser Modell Jeannie zu entspannen und zu unterhalten, wenn ich es nicht konnte.

Wenn einfach alles passt

Diese drei Zutaten ergaben am Shoot-Tag trotz erheblicher Zeitverzögerungen durch den Straßenverkehr, großangelegten Mücken-Frontalangriffen und schwer kontrollierbaren Lichtverhältnissen zu genau dem Ergebnis, auf das ich aus war. Die Wahl der Beteiligten, die Wahl der Location und die Fotos an sich haben gezeigt, dass bei dieser freien Arbeit einfach alles gestimmt hat und so lasse ich euch nun hier mit einem Auszug der Ergebnisse alleine. Findet ihr auch, dass wir das beabsichtigte Ergebnis realisieren konnten?

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Gründer und Zeugwart bei www.blendstufe.de - Gegenlichtliebe, Available Light Fetischist