Fotografie und Webdesign – Probe-Studium an der Design Akademie Berlin

Oftmals ist es sehr spät, wenn man eine Leidenschaft wie die Fotografie für sich entdeckt hat. Man macht sich dann durchaus einen Kopf darum, wie das Leben wohl mit dieser Leidenschaft als Mittelpunkt verlaufen wäre. Hätte man die Fotografie studiert? Würde man jetzt sein Geld mit Fotografie verdienen? Wäre die Fotografie der Mittelpunkt des Lebens geblieben oder nur ein Mittel zum Zweck, wie etwa in der Werbung? Das sind alles Fragen, die man sich dann wohl viel zu spät noch einmal stellt. Diesem „Problem“ stellt sich die Design Akademie in Berlin entgegen und bietet ein 3-tägiges Probestudium unter dem Motto „Erst probieren, dann studieren“ an. Dabei erhalten die Studenten auf Probe Einblick in die Fotografie, die Medienkonzeption und die Webgestaltung. Gemeinsam wird in der Probe-Studienzeit ein Corporate Design entwickelt. Außerdem wird über berufliche Perspektiven nach dem Studium informiert und es gibt natürlich Zeit, die Professoren und Dozenten kennen zu lernen und mit Fragen zu löchern. Ebenso werden Fragen zum Studium beantwortet und jeder Teilnehmer kann schauen, ob er Studium in den genannten Bereichen beginnen möchte. Die Kurs-Teilnahmegebühr von 75 €uro wird bei tatsächlichem Studienbeginn verrechnet.

Ich finde es wirklich gut, dass es so etwas gibt, denn oftmals steht man vor der Wahl des Studiengangs wie das Kaninchen vor der Schlange. Hier hat man eben die Chance, einen Einblick in die Studiengänge zu erhaschen, seine Zukunftsperspektiven auszuloten und Fragen zu klären, die sonst vielleicht nicht einmal Gehör finden. Das heißt zwar nicht, dass man hinterher nicht doch im falschen Kurs sitzt, aber die Wahrscheinlichkeit dürfte geringer sein. Besonders interessant finde ich die Chance, mit ehemaligen zu sprechen und ihren Werdegang zu beleuchten. So wird zum Beispiel Sebastian Flesch zugegen sein, welcher mittlerweile für die Agentur fischerAppelt arbeitet. Ein Austausch also mit eventuellen künftigen Kommilitonen, Dozenten und ehemaligen erscheint mir als perfekte Mischung. Ich hoffe, dass dieses Konzept auch in anderen Fachbereichen und Universitäten Beachtung findet, denn auch den Instituten kann ja nichts besseres passieren, als Studenten die im richtigen Studiengang sitzen 🙂

Was sagt ihr zu dieser Idee? Top oder Flop?

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Gründer und Zeugwart bei www.blendstufe.de – Gegenlichtliebe, Available Light Fetischist